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Buchcover: Von anderer Hand
Ines Barner

Von anderer Hand

Praktiken des Schreibens zwischen Autor und Lektor


10 Abbildungen
ISBN (Print) 978-3-8353-3753-4
Wallstein Verlag
Erscheinungsdatum: 28.06.2021

DOI https://doi.org/10.46500/83533753

Lizenz CC BY-NC-ND 4.0
Publiziert unter der Lizenz CC BY-NC-ND 4.0

DownloadPrintausgabe

Literatur machen. Fallstudien zur Zusammenarbeit von Autor und Lektor im 20. Jahrhundert.

Robert Walser / Christian Morgenstern
Rainer Maria Rilke / Fritz Hünich
Peter Handke / Elisabeth Borchers
Marcel Beyer / Christian Döring

Schreiben braucht den Rückzug – so ein Topos, der das Schreiben zum Ort der Abgeschiedenheit macht. Doch werden Texte und Bücher nicht von Autoren allein gemacht, sondern im Wechselspiel verschiedener Akteure. Mit dem Aufkommen des Lektorats um 1900 wurde die Funktion des mitschreibenden Anderen institutionalisiert. Seitdem avancierte das Lektorat zu jener Vermittlungsinstanz, die nicht nur auswählt, welche Texte zu Büchern werden, sondern qua Mitarbeit am Text vielfach formt, was wir lesen. Welches Wissen wird zwischen Autor und Lektor ausgehandelt, hergestellt und angewendet? Lässt sich ein Text so ›verbessern‹, dass er seinen eigenen Maßgaben gerecht bleibt (oder vielleicht erst wird) und zugleich den Voraussetzungen seiner künftigen Öffentlichkeit entspricht? Die Verschiebung der Aufmerksamkeit vom singulären Autor auf den »unsichtbaren Zweiten« rückt die betrieblichen Bedingungen moderner Autorschaft in den Fokus. Literarisches Schreiben wird als eine relationale, kollaborative Praxis greifbar. Zugleich eröffnet der Blick auf das Lektorieren neue Perspektiven auf literarische Werke sowie auf die zugehörigen Schreibszenen und Autorenbilder.
Das Buch versammelt vier Fallstudien, die auf größtenteils erstmals rekonstruiertem Quellenmaterial beruhen. Untersucht wird die Zusammenarbeit von Robert Walser und Christian Morgenstern, von Rainer Maria Rilke und Fritz Hünich, von Peter Handke und Elisabeth Borchers sowie von Marcel Beyer und Christian Döring.


Ines Barner

Ines Barner ist Literaturwissenschaftlerin und Assistentin an der ETH Zürich, Professur für Wissenschaftsforschung. Zuvor war sie am Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen, am Seminar für Medienwissenschaft der Universität Basel sowie am Center for Advanced Studies in the Humanities "Morphomata" der Universität zu Köln tätig.

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Kategorien

Schlagworte
Lektorat, Literaturwissenschaft, Schreiben, literarisch, Literaturbetrieb, Literatur, Schreibprozess, Schriftsteller, publizieren, Leser, Belletristik, Autorschaft, Rilke;Walser, Marcel Beyer, Peter Handke, Christian Morgenstern, Fritz A. Hünich, Elisabeth Borchers, Christian Döring, 20. Jahrhundert, Produktion, lektorieren, Leserschaft, unsichtbar, Zweite, Zweiter, Zusammenarbeit, Kollaboration, Verlag, Verlagsarbeit
Thema
CFG, DSBH, DSK, JBCC
Bisac-Code
FOR000000, HIS037070

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